ERBEESSEN - 19.-21.11.2021

ein performatives Denkmal für die Opfer der NS-Morde in der Erlanger "HuPfla"

- Dieses Projekt fand in Kooperation mit ZSL e.V. statt und wurde gefördert durch die Kulturförderung der Stadt Erlangen, Demokratie leben!, der Sparkasse Erlangen-Hochstadt und der Kulturstiftung Erlangen -

3 Tage, 42 Stunden. Barrierefrei. Für alle.

Pressespiegel

Das nationalsozialistische Regime hatte klare Vorstellungen über Normalität, soziale Rollenbilder, sowie davon, welche Leistungen ein Mensch zu erbringen hat, um Anspruch auf ein würdevolles Leben zu haben. Menschen, die aufgrund einer Behinderung oder Erkrankung nicht diesen Vorstellungen entsprachen wurden in "Heil- und Pflegeanstalten" gebracht, von wo aus sie deportiert wurden, oder wo sie aufgrund gezielter Vernachlässigung verhungerten. So auch in Erlangen.

 

ERBEESSEN wurde von 19. bis 21.11.21 in der Erlanger Fußgängerzone täglich zwischen 10 und 24 Uhr aufgeführt. Das Performance-Projekt bot gleichermaßen einen kritischen Zugang zum damaligen Leistungsdenken, wie auch zur aktuellen Debatte rund um Erinnerungskultur und Ableismus. Es wurden Gespräche geführt, die es nie gegeben hat, Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die zu Lebzeiten am Rande der Gesellschaft standen. ERBEESSEN bot einen Raum - für Begegnung, Austausch, Neugier, Diskussion...

Die Texte des performativen Denkmals fokussieren sich auf die Erlanger "Heil- und Pflegeanstalt" und basieren auf Krankenakten, Sekundärliteratur, sowie Gespräche mit Angehörigen und Zeitzeug:innen.

Konzept & Recherche:

Valentina Eimer, Viktoria Maier

Regie:

Valentina Eimer

Performance:

Simon Schießl, Viktoria Maier

Dokumentation:

Iva Ellrodt

Foto-Tunika & Fotoshooting:

Karoline Glasow

Karoline Glasow fotografierte den Abriss der Erlanger "Heil- und Pflegeanstalt". Daraus entwickelte sie eine Tunika, die teil der Installation von ERBEESSEN war und mit der wir - Viktoria Maier und Valentina Eimer, die Initiatorinnen des Projektes - sich fotografieren ließen. Hier einige Eindrücke...